Bankoumana

Der samstägliche Wochenmarkt von Siby korrespondiert mit zwei weiteren Wochenmärkten, dem von Narena (am Freitag), vierzig Kilometer weiter westlich und dem von Bankoumana (am Montag), zwanzig Kilometer südlich.

Bankoumana liegt auf der gut asphaltierten Strecke von Bamako nach Kangaba, sechzig Kilometer von Bamako entfernt, genau so weit wie Siby. Diese südliche ist die ältere Straße in Richtung Guinea. Sie hat Jahrzehnte früher Investitionen nach sich gezogen. In der fruchtbaren, flussnahen Ebene links und rechts der Straße finden sich heute viele größere Farmen.

Bankoumana ist Herkunftsort einflussreicher wahabitischer Händler aus Bamako. Der Ort macht einen großzügigeren und städtischeren Eindruck als Siby. Mitten in seinem Zentrum unter einem uralten Baobab-Baum vor der Moschee findet der Wochenmarkt statt; großzügiger, moderner und gewachsener als der von Siby. Das gängige ländliche Transportmittel ist hier nicht mehr der Eselskarren, sondern bereits das motorisierte Lastendreirad mit Ladefläche chinesischer Herkunft.

Das Angebot an Waren ist deutlich lokal. In der Regenzeit dominiert das frische Gemüse: Okra, Spinat, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pfefferschoten. Aus den Kleingärten der Frauen kommen Auberginen, runder Pfeffer, Kohlköpfe, alles unsortiert und klein, in Hülle und Fülle und zu Spottpreisen. Von anderer Qualität sind die hochwertigeren Gemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zwiebeln und Yam; zumeist aus den Nachbarländern.

Ein Indiz für die in Bankoumana weit stärkere monetäre Nachfrage ist die Anzahl der von den Viehhändlern herangeschafften Ziegen und Schafen, sie übertrifft die auf dem Markt in Siby um ein Mehrfaches.

 

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26 / Oktober 2018