Bogo Ja 2019

Im Februar fand der Bogo Ja Wettbewerb (vgl. Blog 7) in Siby zum sechsten Mal statt. Die Anzahl der Förderer hat sich erhöht. Der Wettbewerb gewinnt an Bekanntheit und Bedeutung, wohl auch weil das Institut Français in Bamako sich aktiv daran beteiligt.

Die ländliche Kleinstadt Siby besteht aus fünf Quartieren, einer davon ist Dissoumana, nördlich der Route National Nr. 5. Bislang hat dieses Quartier jedes Jahr die meisten Preise abgeräumt. Das haben die anderen Quartiere auf Dauer schlecht ausgehalten.

Deshalb hat man in diesem Jahr für jedes der fünf Quartiere von Siby erste und zweite Preise verliehen. Um aber trotzdem einen Gesamtsieger zu ermitteln und auszuzeichnen hat man einen Sonderpreis geschaffen.

Den gewann für die Bemalung ihres gesamten Hofes mit mehreren Gebäuden die zweite Preisträgerin des letzten Jahres. Der bestand aus einem Pousse Pousse (Blog17) und vier Sack Reis. Im Süden von Mali gilt der Reis mehr als die Hirse, die man hier gemeinhin anbaut; oben im Norden wäre es umgekehrt.

Der Wettbewerb wird in drei verschiedenen Kategorien ausgetragen: Häuser, Mauern und Getreidespeicher. Die Jury benötigte eine Woche um die 340 am Wettbewerb beteiligten Objekte zu besichtigen und zu bewerten. Sie bestand ausschließlich aus Frauen mit internationaler Beteiligung aus den angrenzenden Sahelländern wie Europa.

Lehm ist ein wunderbar formbares, aber leider auch wenig beständiges Baumaterial. So sind Teile von Wohnhöfen oft im Verfall begriffen. Um so erstaunlicher, wie die Mineralfarben die Quartiere putzen und zum Leuchten bringen.

 

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34 / März 2019