Karité 2

Sind die Karité-Nüsse schließlich trocken, entfernt Korotoumou Doumbia die äußeren, inzwischen schwarz gewordenen Hüllen und siedet die Kerne danach im Wasser. Dazu braucht sie ihren größten Topf und lange Prügel von Brennholz. Die mussten erst mal herangeschafft werden. Als nächstes sind die Kerne zehn, zwölf Tage lang zu trocknen, das heißt: in der Sonne auszubreiten. […]

Kalassa

Das Dorf Kalassa liegt gleich hinter Siby an der Nationalstraße nach Guinea. Sein Name ist weit über die Grenzen des Mandé hinaus bekannt. Aus Kalassa stammte einer der berühmtesten Jäger Malis, „Kalassa Bagui“, der hier am Fuß des Mandingo-Gebirges im Jahr 2005 seine letzte Ruhestätte fand. Die Kinder aus Kalassa gingen früher in Dissoumana zur […]

Karité 1

Kein anderer Baum kommt in der malischen Savanne so häufig vor wie der Karité-Baum. Er wächst langsam. Sein hartes Holz ist wertvoll. Er sät sich selbst aus. Er ist Teil der Allmende. Jeder kann die Nüsse sammeln. Befindet sich der Baum auf dem Feld einer Familie, so gehört er dieser. Nur sie darf ihn beschneiden […]

Baobab

Der Baobab (Affenbrotbaum) ist das Wahrzeichen des Sahel, wenn nicht Afrikas. Diese dickleibigen, knorrigen, weitverzweigten Bäume werden hunderte von Jahren alt und können einen Umfang von vielen Metern erreichen. Ihr Holz selbst ist nutzlos, alles andere dagegen wertvoll: die Rinde, die Blätter und die Früchte. Baobabs finden sich überall in der Savanne und im Sahel. […]

Récréation

Die Schule von Siby liegt etwas zurück gesetzt an der Hauptstraße. Man fährt ohne sie groß zu bemerken vorbei; es sei denn, man kreuzt den Weg um zehn Uhr, wenn die große Pause beginnt. Dann strömen hunderte von Kindern und Jugendlichen auf den Schulhof, eine bunte Mischung von Jungen und Mädchen. Vorne am Schultor sitzen […]

Dahtou

Hibiskus oder Malve, heißt in der Sprache der Malinke Dah. Dah ist keine reine Kulturpflanze, sondern findet sich in der freien Natur und ist in der westafrikanischen Savanne weit verbreitet. Von den Frauen wird sie typischer Weise am Rande von Feldern oder in ihren Gärten gesät. Die Pflanze wächst schnell und wird ein bis anderthalb […]

Mangos, der Direktexport

Abdoulaye Ould Ahmedou, Großhändler aus Mauretanien, kommt seit 1993 jedes Jahr am letzten Tag des Monats Februar in die Gegend von Siby, um hier en gros Mangos aufzukaufen und ins 1.500 km entfernte Nouakchott zu exportieren und bleibt die gesamte viermonatige Saison über hier. Einen dreiachsigen sechzig-Tonnen-Sattelschlepper bestellte er für den 8. März auf den […]

Mangos, der Verkauf

Korotoumou Doumbia trägt ihre heutige Ernte, 120 Mangos, zur Aufkaufstelle. Im Schatten eines großen Mahagony-Baumes am Ende des Feldwegs warten die Händlerinnen aus Bamako mit ihren Körben und Kartons. Korotoumous Aufkäuferin, mit Kleidung und Gehabe aus der Hauptstadt, schaut sich jede einzelne Mango an und nimmt nur neunzig von ihnen. Sie zahlt Korotoumou 100 FCFA […]

Mangos, die Ernte

Korotoumou Doumbias väterliche Familie besitzt viele Mangobäume. Auf dem Obstgarten ihres Vaters hat Korotoumou vor mehr als zehn Jahren zehn Mangobäume gepflanzt. Seit sechs Jahren erntet sie deren Früchte, so auch heute. Ihr Mangohain befindet sich hinter dem Hügel, eine Stunde Fußmarsch vom Dorf entfernt. In dieser Gegend beginnt die Mangoernte Ende Februar und zieht […]

Bogo Ja 2019

Im Februar fand der Bogo Ja Wettbewerb (vgl. Blog 7) in Siby zum sechsten Mal statt. Die Anzahl der Förderer hat sich erhöht. Der Wettbewerb gewinnt an Bekanntheit und Bedeutung, wohl auch weil das Institut Français in Bamako sich aktiv daran beteiligt. Die ländliche Kleinstadt Siby besteht aus fünf Quartieren, einer davon ist Dissoumana, nördlich […]

Katakatani

Lasten sind in Afrika ein immerwährendes Problem, alles muss man tragen oder schleppen. Wie hilfreich, wenn man stattdessen ein Gefährt hat. Darauf packt man so viel, wie eben geht. Der mit mindestens zwanzig Säcken beladene Katakatani transportiert ungeschälte Erdnüsse von Siby zum Hauptmarkt nach Bamako. Unter solcher Last gehen die Fahrzeuge und Motoren rasch in […]

La présidente

Djenebou Koné kam Anfang der 1950er Jahre im Dorf Samako, 15 Kilometer südlich von Siby, zur Welt. In Samako gab es keine Schule. Die nächste lag fünf Kilometer entfernt. Nur wenige Mädchen und Jungen gingen den langen Weg. Djenebou gehörte nicht dazu. Abends hielten die älteren Schüler im Dorf einen ko-edukativen Unterricht ab. An dem […]