Trotz der angespannten sicherheitspolitischen Lage in Mali setzen wir unsere Arbeit im CAAS unbeirrt fort. Am 25. April 2026 kam es landesweit zu Angriffen durch bewaffnete Gruppen, darunter das jihadistische Bündnis JNIM sowie die FLA (Front de Libération de l’Azawad, ein Zusammenschluss bewaffneter Gruppen im Norden Malis). In unserer unmittelbaren Region rund um Siby und Kalassa ist die Lage derzeit ruhig. Wir haben uns bewusst entschieden, nicht in Panik zu verfallen, sondern unsere Arbeit unter erhöhter Wachsamkeit fortzuführen.

Der 10. Kurs unserer landwirtschaftlichen Grundausbildung hat begonnen. Derzeit sind 55 Auszubildende vor Ort, weitere Teilnehmerinnen werden in den kommenden Tagen erwartet. Insgesamt ist, wie in den vorherigen Kursen, eine Aufnahme von bis zu 80 Teilnehmerinnen vorgesehen.
Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Auszubildenden hat oberste Priorität. Das gesamte Personal ist vor Ort, und die Aktivitäten laufen angepasst und mit erhöhter Aufmerksamkeit weiter. Gleichzeitig bemühen wir uns, soweit möglich, Lebensmittelvorräte anzulegen, um auf mögliche Engpässe vorbereitet zu sein.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bleiben wir unserer Arbeit verpflichtet. Die Ausbildung junger Frauen, die Stärkung lokaler Strukturen und die Förderung von Ernährungssicherheit sind gerade in Krisenzeiten von zentraler Bedeutung.
