Energie für Entwicklung

Unsere Einschätzung, dass eine verlässliche Versorgung mit Wasser und Strom zu den wichtigsten Voraussetzungen für Entwicklung gehört, bestätigt sich in Kalassa immer deutlicher.

Seit einigen Jahren wird in internationalen Berichten und Fachbeiträgen immer wieder darauf hingewiesen, dass die Elektrifizierung ländlicher Regionen Afrikas vielerorts nicht durch große zentrale Stromnetze gelingen wird. Dezentrale Lösungen, insbesondere Solar- und Mini-Grid-Systeme, gelten als eine der vielversprechendsten Möglichkeiten, Menschen zuverlässig mit Energie zu versorgen und zugleich wirtschaftliche Entwicklung anzustoßen.

Diese Überzeugung hat auch unsere Arbeit geprägt. Deshalb haben wir uns entschieden, die Kapazität unserer Solaranlage auf dem Complexe Agricole vollständig auszuschöpfen und die bestehende Anlage zu verdoppeln. In diesen Tagen vollendet die Firma Yandalux die Montage der neuen Batteriesysteme und schließt die Erweiterung an das bestehende Netz an. Nach und nach werden nun 100 weitere Haushaltszähler, sowie 10 neue Betriebszähler installiert werden. 

Der Betrieb von Ichaka Coulibaly in Kalassa

Die Auswirkungen einer verlässlichen Stromversorgung werden bereits sichtbar, ganz ohne zusätzliche finanzielle Förderprogramme. In den vergangenen Monaten haben sich in Kalassa drei kleine Metallbaubetriebe angesiedelt.

Auch im Betrieb von Sayon Coulibaly wird Metall verarbeitet

Hinzu kommt ein moderner Beschriftungsbetrieb, der Gegenstände aller Art bedruckt. Alle diese Unternehmen haben sich bewusst für Kalassa entschieden, weil hier zuverlässig Strom zur Verfügung steht.

Samba Sanogos Geschäft stellt Beschriftungen und Werbematerialien her

Für uns ist dies ein Beleg dafür, dass Investitionen in grundlegende Infrastruktur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen selbst tätig werden, Unternehmen gründen, Einkommen erwirtschaften und ihre Zukunft eigenständig gestalten können.

Noumory Sinaba – ebenfalls ein metallverarbeitender Betrieb